Konflikte zwischen Vermietern und Mietern oder innerhalb einer Erbengemeinschaft sind typische Ausgangssituationen für eine gerichtliche Auseinandersetzung. Doch nicht immer muss es dazu kommen: Als kostengünstige und weniger aufwendige Alternative bietet sich die Mediation an. Sie zielt darauf ab, den Streit durch einen unabhängigen Fachmann außergerichtlich und zur Zufriedenheit der Beteiligten zu lösen.
Der Mediator als Schiedsrichter
Vielleicht kennen Sie das auch aus dem privaten Bereich: Ein Streit entsteht und verfestigt sich, weil keiner der Beteiligten nachgibt. Eine Lösung rückt in weite Ferne. Oft wird dann eine dritte Person mit einer unabhängigen Sichtweise hinzugezogen, die zwischen den Parteien vermittelt. Genau das ist das Prinzip der Mediation, die sich auch in der Immobilienwirtschaft immer größerer Beliebtheit erfreut.
In einem neutralen Umfeld treffen Sie als Immobilieneigentümer, Vermieter oder Mieter auf die jeweils andere Partei und den Mediator, der als Vermittler fungiert. Im Grunde handelt es sich um ein moderiertes Streitgespräch unter Beobachtung eines unparteiischen Fachmanns, der sich weitgehend im Hintergrund hält und lediglich Impulse zur Lösungsfindung gibt. Außerdem achtet er darauf, dass die Situation nicht eskaliert und alle Beteiligten zu Wort kommen. So soll die Mediation dazu führen, dass am Ende alle mit einem Kompromiss zufrieden sind.